Draußen ist es nass, kalt und grau. Innerlich in mir heute Morgen auch. Zum Glück fällt es mir selbst auf, bevor ich meine Umgebung mit meiner miesen Stimmung „beglücke“. Zum Glück hilft mir auch hier die GFK.
Ich atme ein-, zweimal tief durch. Dann frage ich mich: „Andi, wie denkst du denn gerade?“ und bevor die Flut meiner grauen Gedanken vollständig losbricht, stelle ich mir eine zweite Frage: „Macht es dir Freude so zu denken?“.
Die Antwort kommt aus meinem Inneren und sie ist eindeutig „Nein“. So nehme ich mir ein wenig Zeit und schreibe auf, was an Gedanken da ist – in dem Wissen, dass es „nur“ ungünstig formulierte Bedürfnisse sind.
Es zeigt sich rasch, dass es mir an diesem Morgen im Wesentlichen um Lebensfreude und Leichtigkeit geht. Mich erleichtert die Erkenntnis. Und mit dieser Klarheit gehe ich jetzt in meinen Tag. Ich nehme mir vor, heute meinen Fokus besonders auf diese beiden Bedürfnisse zu legen.
Andi Schmidbauer ist ebenfalls Autor von Beiträgen zu GFK und zu Mediation in Fachbüchern und Fachzeitschriften, zuletzt: 
»(Nicht mehr) recht haben müssen – Erforschen der Gefühle und Bedürfnisse aus Sicht der GFK«, Beitrag in: Konflikte lösen in Teams und großen Gruppen S. 178-184 (managerSeminare Verlags GmbH, 2012).








